Fahrbericht Volvo 7900

Mehr als Optik

volvo-7900Die Programmerneuerung bei Volvo schreitet fort. Nach dem Überlandbus 8900 wird jetzt der Stadtbus 7900 eingeführt, der den kantigen Vorgänger 7700 ersetzen soll. Hier unsere ersten Erfahrungen auf den Straßen von Alicante.

Höchste Zeit war es ja geworden. Die Stadtbusse von Volvo fielen zuletzt mit ihrem Schuhschachtel-Design schon arg ab gegen Citaro und Co. Jetzt aber wird aufgeräumt, und das mit Expresstempo. Gleich nach dem Überlandprogramm 8900 wird auch die Stadtbusfamilie 7900 erneuert. Auffällig dabei, dass der Hersteller in seinen Präsentationsunterlagen kein Wort über das Design verliert. Der neue Volvo-Niederflurbus ist ein glattflächiger Zeitgenosse, der seine Kanten jetzt geschickt mit Radien kaschiert. Sein Auftritt ist betont unauffällig, mit der Ausnahme des neuen Familiengesichts, das jetzt alle Volvo-Linienbusse gemeinsam tragen. Die Fensterlinie ist tiefer gezogen, der Heckbuckel fein integriert. Die leicht ausgestellten Radhäuser sitzen jetzt knapper, der 7900 kommt nicht so schmalspurig daher. Der Volvo 7900 in der Dieselversion trägt drei  charakteristische Hutzen auf dem Dach. Der große Höcker im Heck beherbergt den Motorkühler, das Dachklimagerät belastet die Hinterachse nur zum Teil. Mit einem Dachaufbau vorn erhält der Fahrer seine eigene Klimaanlage.

Gemeinsamkeiten zwischen den Baureihen 8900 und 7900 findet man zuhauf, die Westschweden aus Göteborg haben einen richtigen Omnibus-Baukasten entwickelt. Daraus zaubern sie mit gleicher Bauweise und vielen gemeinsamen Komponenten Niederflurbusse mit 12 und 18 Metern, die von den Low-Entry- und Hochboden-Fahrzeugen der Baureihe 8900 flankiert werden. 70 Prozent der Komponenten werden gleichsam verwendet. Und so kann der neue 7900 jetzt zugleich in Breslau und im schwedischen Werk Säffle gebaut werden.

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