„Smart-Wheels“-Projekt

Innovativer Elektrobus für Aachen

E_Sprinter_ika_aachen_200Das Institut für Kraftfahrzeuge RWTH Aachen University hat nun den im Rahmen des öffentlich geförderten „Smart-Wheels“-Projektes entstandenen Elektrobus auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinter City 65 präsentiert.

Im Zeitraum zwischen September 2009 und Oktober 2011 hat das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) einen elektrisch angetriebenen Kleinbus konzipiert und aufgebaut, der seine Energie aus einer Batterie des Instituts für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (Isea) bezieht. Das Fahrzeug wird in den nächsten Monaten intensiv auf verschiedenen Buslinien der Aseag in Aachen getestet werden. Zusätzlicher Partner ist die Stawag, die in Aachen die Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge bereitstellt.

Bei dem neu konzipierten Elektrobus wurde ein Teil des Leiterrahmens entfernt und durch einen Stahlrohrrahmen ersetzt, der von einer aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellten Verkleidung umgeben ist. Aber auch andere Systemkomponenten des ursprünglich dieselbetriebenen Sprinters mussten geändert werden, um den elektrischen Antrieb zu integrieren. Neben diesen mechanischen Änderungen wurde die komplette Elektrik und Elektronik an den elektrischen Antriebsstrang angepasst.

Anstatt der Wahl einer sehr großen Batterie mit einer Kapazität von 120 kWh wurde unter Berücksichtigung der täglichen Fahrstrecke entschieden, eine deutlich kleinere Batterie mit 45 kWh zu verwenden. Diese Batterie ermöglicht auf Grund des geringeren Gewichts den Transport von mehr Personen als im Fall der großen Batterie. Entsprechend diesen Vorgaben wurden zwei identische Batteriepacks mit einem Spannungsbereich zwischen 264 V und 412 V entwickelt, die parallel verschaltet die Versorgung des elektrischen Antriebs sicherstellen. Ein 60 kW Gleichstrom-Schnellladesystem ermöglicht es, 20 kWh elektrischer Energie in ungefähr 20 Minuten wieder aufzuladen.

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