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Innen größer als außen. Der Midi von Temsa macht nicht nur optisch eine gute Figur. Der Opalin 9 mit MAN-Sechszylinder bietet fürs Format und fürs Geld viel Nutzwert – er fährt gut und mit passablem Komfort.
Für das Geld bekommen Sie woanders gerade einen gut ausgebauten Sprinter“, wirft Jean-Jacques Meyer in die Gesprächsrunde. Der Key-Account-Manager von Temsa Deutschland spricht von 153.000 Euro für seinen komplett ausgestatteten Midibus. Für sein gutes Geld bekommt der Kunde bereits erwachsene, langlebige Antriebsaggregate – einen MAN-Sechszylinder mit 240 PS, dazu paaren die Temsa-Techniker eine Sechsgang-Vollautomatik von Allison, das hat nicht jeder Wettbewerber. Der kleine Temsa reicht für eine gesamte Schulklasse samt Betreuer – auf einer Länge von 8,40 m finden bei maximaler Bestuhlung bis zu 35 Fahrgäste Platz. Unser Proband spielt eine andere Rolle – mit 28 Sitzen, Hecktoilette plus Bordküche gibt er den Clubbus, der mit vielfältigen Talenten glänzen darf. Seit 2002 wird er auf den internationalen Märkten angeboten, doch der Auftritt des Opalin trägt noch immer jugendlich frische Züge. Seine Proportionen stimmen eben, vielleicht auch, weil er kein beschnittenes Derivat eines großen Bruders ist – da passt der Radstand zu den Überhängen, die Höhe zu Länge und Breite, die 17,5er-Räder füllen die Radhäuser satt aus. Eine große, nach hinten fliehende Frontscheibe, darunter ein gefräßiger Kühlergrill, fließende Linien ziehen sich von der Front über die glatten Seitenwände nach hinten. Der Aufbau kommt ohne großen Zierrat aus – nur die B-Säule inszeniert eine silberne Schwinge, die der kleine Temsa wie eine Brosche trägt. Der Midi aus Adana braucht sich vor der teuren Konkurrenz nicht zu verstecken, sein Design stammt von Bob Lee, gewiss ein Gütezeichen in der Branche.
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