BDO

Hohe Dieselpreise setzen Busunternehmen unter Druck

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) hat anlässlich der aktuell auf Rekordhoch gestiegenen Kraftstoffpreise vor den Folgen für den öffentlichen Personenverkehr in Deutschland gewarnt.

Ein großer Teil dieser Belastung besteht in der ausgiebigen Besteuerung von Kraftstoffen durch die Mineralölsteuer, die Ökosteuer und der anschließenden Doppelbesteuerung durch die Mehrwertsteuer.  Langfristige Verträge mit den Kommunen und die Verpflichtung die Preise für Fahrgäste stabil zu halten ermöglichen den Unternehmen nicht derart drastische Mehrbelastungen in Form eines Dieselzuschlags an die Kunden weiterzugeben, so der Verband.

„Um die Preise im Busverkehr sozial verträglich zu halten, muss hart kalkuliert werden. Wenn nun dauerhaft die Kosten durch die Decke schießen, gibt es nur zwei Stellschrauben um die belasteten Unternehmen vor existenziellen Problemen zu retten: Der Preis oder die Leistung. An beides wollen wir nicht ran, werden es aber müssen, wenn es so weitergeht“, so Wolfgang Steinbrück, Präsident des BDO.

Nach Aussage des Präsidenten müssen im Zweifel unrentable Strecken auf den Prüfstand. Buslinien im ländlichen Raum sind meist unrentabel und werden von den Unternehmen in der Regel im Verbund mit gut ausgelasteten Stecken am Leben gehalten. Gerade in dünn besiedelten Regionen wird der Druck auf diese Busverbindungen enorm anwachsen und könnte perspektivisch zu einer Ausdünnung des ÖPNV in der Fläche führen.

Die deutschen Busunternehmen haben deshalb die Politik aufgefordert, hierfür Abhilfe zu schaffen, indem die Besteuerung des Kraftstoffes stärker am gesellschaftlichen Nutzen orientiert wird. Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel müsse durch eine 100 Prozent Rückerstattung der Mineralölsteurer im ÖPNV entlastet werden, so die konkrete Forderung. Damit wäre auch ein Beitrag zur Sicherung des Angebotes im ländlichen Raum geleistet und die Wende hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu unterstützt.

Ferner fordert der BDO, alle Pläne zu stoppen, welche das Straßentransportgewerbe mit zusätzlichen Kosten, Steuererhöhungen oder anderweitigen Faktoren belasten würde.

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