Das Problem aus Sicht der Verbände: Sowohl für das Fahrpersonal als auch für die Verkehrsunternehmen hätten die vorgeschlagenen Änderungen der Verordnung negative Auswirkungen. Durch zusätzliche Pausen im Dienstplan müssten sich die Beschäftigten länger am Arbeitsplatz aufhalten und kämen später nach Hause. Die Unternehmen hätten durch die Verlängerung der Dienstzeiten ihrer Angestellten erhebliche zusätzliche Personalkosten zu tragen.
„Die aktuellen Regelungen der Pausenzeiten im ÖPNV bilden ein ausgewogenes System im Sinne der Fahrgäste, des Fahrpersonals und der Busunternehmen. Das Fahrpersonal ist hervorragend aufgestellt und kann sich auf Pausenzeiten verlassen, welche von den Tarifparteien in den Ländern seit jeher konstruktiv verhandelt werden. Die ÖPNV-Linienbusse sind nachweislich extrem sichere Verkehrsmittel, was jedes Jahr mit den geringsten Unfallzahlen im Straßenverkehr belegt wird“, erklärt BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard.
VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff ergänzt: „Dies ist ein klassischer Fall von Überbürokratisierung. Das Fahrpersonal und die Verkehrsunternehmen sollen hier gezwungen werden, erheblich längere Fahrtunterbrechungen als bisher einzuhalten. Es gibt aber gerade im ÖPNV-Linienbusverkehr keinerlei Missstände, die eine solche Verschärfung rechtfertigen würden.“
BUS-Fahrt


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