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Mittwoch, 05. November 2008 17:06 |
Bereits kurz nach dem verheerenden Busunglück am Abend des 4. November bei Hannover, bei dem mindestens 20 Menschen ihr Leben verloren haben, hat der Bustouristik-Verband RDA sein Kriseninterventionsteam mobilisiert. So könne man erste Analysen zur Unfallursache und weiterführende Maßnahmen koordinieren. Nach ersten Erkenntnissen des RBI-Teams (RDA-Busunfall-Intervention) auch vor Ort, hat das Brandereignis in der Mitte des Fahrzeugs vor dem Mittelausstieg möglicherweise im Bereich der dort befindlichen Bordtoilette seinen Anfang genommen.
„Die Feststellungen vor Ort zeigen ein neuwertiges Fahrzeug ohne Unfall-Beschädigungen, das auf allen sechs Reifen steht und dessen Motorraum vom Brandereignis ebenso wenig betroffen ist, wie der untere Bug- und Heckbereich sowie die untere Hälfte der linken Fahrzeugseite. Lack und Beschriftungen sind in diesen Bereichen noch nahezu komplett vorhanden“, so der RDA. Dies sei auch ein Indiz für das schnelle Eingreifen der Feuerwehren, denen RDA-Präsident Richard Eberhard wie allen eingesetzten Rettern seinen Dank für ihre schwere Tätigkeit aussprach. Nach ersten Erkenntnissen der RBI könnten Rauch und Feuer beim Anhalten des Busses den Innenraum in der Mitte und im hinteren Teil des Busses schlagartig so stark beeinträchtigt haben, dass den hinten sitzenden Fahrgästen die Flucht aus dem Mittelausgang und nach vorn verwehrt war. Den Experten des RBI-Teams sei eine so rasche Brandentwicklung aus der Fahrzeugmitte bislang noch nicht vorgekommen. Sie sehen in dieser unvorhersehbaren Situation aber den Grund dafür, dass es so schnell zu einer so großen Zahl von Opfern kommen konnte. |